Bei den ersten Heimkehrern, die nach dem Krieg wieder zu Hause waren, erwachte schon sehr bald der Gedanke, den Freizeitsport wieder aufleben zu lassen. Walter Haidle, Hubert Röscheisen, Willi Vetter und Fritz Junker hatten in der Gefangenschaft Spaß am Tischtennissport gefunden. Sie beschlossen, sich zusammen zu tun, um diesen Sport zu betreiben.
Die erste Tischtennisplatte wurde selbst zusammengeschreinert. Das erste Problem war, in Erfahrung zu bringen, wie groß eine Tischtennisplatte überhaupt sein muss. Es kostete auch viel Mühe, das Material dafür zu organisieren. Schließlich wurde die Währungsreform gerade durchgeführt. Voller Stolz wurde das neue Sportgerät in Betrieb genommen! Die Ernüchterung kam wenige Wochen später: die in Erfahrung gebrachten Maße stellten sich als falsch heraus. Die Platte war 10cm zu schmal!

Schon bald fanden auch andere Sportkameraden, wie Fritz Müller und Karl Fischer aus Ailingen, den Weg nach Eriskirch. Auch einige Jugendliche, Willi Ubl, Max Riedle, Herbert Mänder und die Gebrüder Ruob fanden ein reges Interesse und gefallen an der Sportart.
So wurde schließlich 1952 offiziell die Abteilung Tischtennis im TSV Eriskirch gegründet. Erster Spartenleiter war Walter Haidle. Die Suche nach einem geeigneten Trainingsort war gar nicht so einfach und bereitete den Kameraden einiges Kopfzerbrechen. Man fand mit etwas Glück eine Möglichkeit im Nebenzimmer des Gasthofs "Anker" für die ersten Trainingsstunden. Hier mussten die Spieler vor jedem Training das gesamte Inventar ausräumen, um dann eine Platte aufstellen zu können. In den kommenden Jahren fanden sich dann noch weitere Spielmöglichkeiten im Gasthof "Zur Rose", im alten Kindergarten in der Rutenenstraße, im Saal vom "Adler" in Mariabrunn und schließlich im Schulsaal in Mariabrunn. (rr)